PV-Anlage in Österreich: Kosten, Förderung, Ablauf
Eine eigene Photovoltaik-Anlage senkt die Stromrechnung, macht unabhängiger von Preissprüngen und steigert den Wert des Hauses. Damit sich die Investition auch wirklich rechnet, sollten Sie vor dem Auftrag wissen, was eine Anlage kostet, welche Größe zu Ihrem Haushalt passt, wie die Förderung funktioniert und welche Schritte bis zum ersten eigenen Sonnenstrom nötig sind.
Stand: Oktober 2026
Kurz gesagt: Eine PV-Anlage mit 8 bis 10 kWp kostet in Österreich rund 10.500 bis 18.000 Euro, mit Speicher 22.000 bis 28.000 Euro. Der Bund fördert Anlagen bis 10 kWp mit 150 Euro je kWp und Speicher mit 150 Euro je kWh. Den Antrag stellen Sie in einem Fördercall, bevor die Anlage in Betrieb geht. Eine Anlage erzeugt je kWp rund 1.000 bis 1.200 kWh im Jahr und hat sich meist nach 8 bis 12 Jahren bezahlt gemacht.
Photovoltaik ist in Österreich längst kein Nischenthema mehr. Jedes Jahr kommen zehntausende neue Anlagen dazu, vom Einfamilienhaus im Mühlviertel bis zum Gewerbedach in Graz. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten zwei Jahren deutlich verändert: Die Umsatzsteuerbefreiung ist weggefallen, die Fördersätze sind gesunken, die Modulpreise aber auch. Dieser Ratgeber zeigt, was das für Ihre Planung bedeutet.
Wohnen Sie in Wien oder im Wiener Umland? Dann lesen Sie zusätzlich unseren Ratgeber Photovoltaik in Wien und Umgebung mit den Wiener Förderungen und Regeln der Bauordnung.
Wie funktioniert eine PV-Anlage?
Eine Photovoltaik-Anlage wandelt Sonnenlicht direkt in Strom um. Sie besteht aus wenigen Hauptteilen:
- PV-Module auf dem Dach, an der Fassade oder auf einem Carport. Ein modernes Modul hat rund 400 bis 450 Watt Spitzenleistung.
- Wechselrichter, der den Gleichstrom der Module in Wechselstrom für das Hausnetz umwandelt.
- Batteriespeicher (optional), der Überschüsse vom Mittag für den Abend speichert.
- Smart Meter des Netzbetreibers, der misst, wie viel Strom Sie beziehen und einspeisen.
Die Leistung einer Anlage wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben, also der Leistung unter Normbedingungen. Wie viel Strom daraus im Jahr wird, hängt von Region, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. In Österreich sind 1.000 bis 1.200 kWh je kWp und Jahr ein guter Richtwert. Im Osten und Süden liegen die Werte eher am oberen Ende, in inneralpinen Tälern mit Bergschatten und Nebellagen eher darunter. Ein Süddach mit 30 Grad Neigung ist ideal, Ost-West-Dächer liefern rund 10 bis 15 % weniger, verteilen den Strom aber besser über den Tag.
Was kostet eine PV-Anlage?
Die Preise für PV-Anlagen sind seit dem Höhepunkt 2022 und 2023 deutlich gesunken, vor allem weil Module billiger geworden sind. Den größeren Teil der Kosten machen heute Montage, Wechselrichter, Speicher, Elektroarbeiten und Gerüst aus.
| Anlagengröße | ohne Speicher | mit Speicher | passt für |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 7.500 – 10.000 € | 14.000 – 18.000 € (5 kWh) | Haushalt bis 4.000 kWh |
| 8 kWp | 10.500 – 14.500 € | 18.000 – 24.000 € (8 kWh) | Familie, 4.000–6.000 kWh |
| 10 kWp | 13.000 – 18.000 € | 22.000 – 28.000 € (10 kWh) | mit Wärmepumpe oder E-Auto |
| 15 kWp | 18.000 – 25.000 € | 27.000 – 35.000 € (10 kWh) | großes Dach, hoher Verbrauch |
Je kWp kostet eine Anlage ohne Speicher damit rund 1.200 bis 1.800 Euro, ein Speicher etwa 600 bis 1.000 Euro je kWh Kapazität. Alle Preise sind Richtwerte aus Angeboten und Marktübersichten, brutto mit 20 % Umsatzsteuer.
Was den Preis nach oben treibt
- Schwieriges Dach: steile Dächer, Biberschwanz- oder Schieferdeckung, Dachgauben und Kamine.
- Gerüst und Zugang: In dicht bebauten Lagen sind Gerüst oder Kran teurer.
- Zählerkasten: Ältere Zählerkästen müssen oft erneuert werden, das kostet je nach Umfang 1.000 bis 3.000 Euro.
- Lange Leitungswege zwischen Dach, Wechselrichter und Zählerkasten.
- Notstromfunktion für den Speicher, damit das Haus bei Stromausfall weiter versorgt wird.
- Flachdach mit Aufständerung und Ballast, die Statik muss passen.
Woran Sie ein gutes Angebot erkennen
Ein seriöses Angebot nennt Hersteller und Typ von Modulen, Wechselrichter und Speicher, die Leistung in kWp, eine Ertragsprognose für Ihr Dach, alle Montage- und Elektroarbeiten, das Gerüst, die Anmeldung beim Netzbetreiber, die Hilfe beim Förderantrag, Garantien und einen Zeitplan. Vergleichen Sie Angebote immer über den Preis je kWp und die Ertragsprognose, nicht nur über den Endpreis.
Welche Förderung gibt es?
Investitionszuschuss des Bundes
Die wichtigste Förderung für private Anlagen ist der Investitionszuschuss nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). Ihn wickelt die EAG-Abwicklungsstelle der OeMAG ab. 2026 galten folgende Sätze:
| Kategorie | Leistung | Zuschuss 2026 | Vergabe |
|---|---|---|---|
| A | bis 10 kWp | 150 € je kWp | nach Reihenfolge der Anträge |
| B | über 10 bis 20 kWp | 140 € je kWp | nach Reihenfolge der Anträge |
| C | über 20 bis 100 kWp | höchstens 130 € je kWp | Ausschreibung |
| D | über 100 bis 1.000 kWp | höchstens 120 € je kWp | Ausschreibung |
| Speicher | mit neuer PV-Anlage | 150 € je kWh | gemeinsam mit der PV |
Die wichtigsten Bedingungen:
- Fördercalls: Anträge sind nur in festen Zeitfenstern möglich. 2026 waren das 23. April bis 11. Mai, 16. bis 30. Juni und 8. bis 22. Oktober. Die Budgets sind begrenzt und in den kleinen Kategorien oft schnell ausgeschöpft.
- Vor der Inbetriebnahme: Die Anlage darf beim Antrag noch nicht in Betrieb sein.
- Zählpunkt: Sie brauchen einen vom Netzbetreiber bestätigten Einspeisezählpunkt.
- Speicher nur mit PV: Ein Speicher wird nur gefördert, wenn er zusammen mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage beantragt wird. Er muss mindestens 0,5 kWh je kWp haben, gefördert werden höchstens 50 kWh.
- Höchstens 30 %: Der Zuschuss deckt höchstens 30 % der förderfähigen Kosten.
- Bonus „Made in Europe“: Für Module, Wechselrichter oder Speicher aus europäischer Fertigung gibt es je 10 % Zuschlag auf den Fördersatz, insgesamt bis zu 30 %.
Die Förderung lief in dieser Form bis Ende 2026. Ob und zu welchen Sätzen es 2027 weitergeht, war bei Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht. Fragen Sie Ihren Fachbetrieb nach dem aktuellen Stand, bevor Sie unterschreiben.
Rechenbeispiel: Eine Anlage mit 8 kWp und 8 kWh Speicher bekommt 8 × 150 € + 8 × 150 € = 2.400 Euro Zuschuss, bei europäischen Komponenten bis zu rund 3.100 Euro.
Förderungen der Länder und Gemeinden
Zusätzlich zum Bund fördern manche Bundesländer und viele Gemeinden Photovoltaik, oft für bestimmte Fälle: PV an Fassaden, auf Gründächern, auf Wohnhausanlagen, für Energiegemeinschaften oder für Speicher. Wien fördert zum Beispiel Fassaden-PV mit 700 Euro je kWp und PV-Dachgärten mit 600 Euro je kW. Die Angebote ändern sich häufig, und nicht jede Landesförderung lässt sich mit der Bundesförderung kombinieren. Fragen Sie bei der Energieberatung Ihres Bundeslandes und im Gemeindeamt nach, bevor Sie bestellen.
Umsatzsteuer und Einkommensteuer
Seit 1. April 2025 gilt für PV-Anlagen wieder der volle Umsatzsteuersatz von 20 %. Die Befreiung für Anlagen bis 35 kWp aus den Jahren 2024 und Anfang 2025 ist ausgelaufen. Für Privatpersonen sind Einnahmen aus der Einspeisung bis zu einer bestimmten jährlichen Menge einkommensteuerfrei. Bei größeren Anlagen, Vermietung oder im Betrieb sollten Sie die steuerliche Seite mit Ihrer Steuerberatung klären.
Welche Größe passt zu Ihnen?
Die richtige Größe hängt weniger von der Dachfläche als von Ihrem Verbrauch ab. Als Faustregel gilt: 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Wer in den nächsten Jahren eine Wärmepumpe oder ein E-Auto plant, sollte diesen Bedarf gleich einrechnen. Eine Wärmepumpe braucht in einem Einfamilienhaus oft 3.000 bis 5.000 kWh im Jahr, ein E-Auto bei 15.000 km rund 2.500 bis 3.000 kWh.
Ein paar Faustwerte:
- 1 kWp braucht rund 5 m² Dachfläche. Ein Dach mit 50 m² nutzbarer Fläche reicht für etwa 10 kWp.
- Bis 10 kWp ist die Förderung je kWp am höchsten.
- Größer ist je kWp günstiger, weil Gerüst, Planung und Anschluss ohnehin anfallen. Wenn das Dach Platz hat und Sie den Strom künftig brauchen, ist eine etwas größere Anlage oft die bessere Wahl.
In manchen Netzgebieten begrenzt der Netzbetreiber die Einspeiseleistung, etwa auf einen Teil der Anlagenleistung. Ihr Fachbetrieb klärt das mit der Netzanfrage.
Eigenverbrauch: der wichtigste Hebel
Ob sich eine PV-Anlage rechnet, entscheidet vor allem der Eigenverbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom, der Haushalte mit Energie, Netzentgelten und Abgaben oft 25 bis 30 Cent kostet. Für eingespeisten Strom bekommen Sie dagegen meist nur 5 bis 10 Cent. Der Marktpreis der OeMAG, an dem sich viele Tarife orientieren, lag 2026 zwischen rund 6 und 9 Cent je kWh.
So erhöhen Sie den Eigenverbrauch auch ohne Speicher:
- Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner zu Mittag laufen lassen, am besten mit Zeitschaltung.
- Das E-Auto tagsüber laden, eine Wallbox mit PV-Überschussladen hilft dabei.
- Warmwasser mit einem Heizstab oder einer Wärmepumpe tagsüber bereiten.
- Ein Energiemanagement nutzen, das Geräte automatisch einschaltet, wenn Überschuss da ist.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Energiegemeinschaft: Sie verkaufen Ihren Überschuss an Nachbarn, Vereine oder die Gemeinde und bekommen oft mehr als vom Stromhändler. Die Teilnehmer profitieren von reduzierten Netzentgelten.
Beispielrechnung: Einfamilienhaus in Oberösterreich
Familie M. verbraucht 5.000 kWh im Jahr und lässt eine Anlage mit 8 kWp auf das Süddach montieren.
- Kosten: 12.500 Euro brutto, minus 1.200 Euro Bundesförderung = 11.300 Euro.
- Ertrag: rund 8.800 kWh im Jahr.
- Eigenverbrauch ohne Speicher: etwa 30 %, also 2.600 kWh. Bei 26 Cent je kWh spart die Familie rund 680 Euro.
- Einspeisung: 6.200 kWh zu etwa 7 Cent bringen rund 430 Euro.
- Summe: rund 1.110 Euro im Jahr, die Anlage hat sich nach etwa 10 Jahren bezahlt gemacht.
Mit einem 8-kWh-Speicher für zusätzlich rund 7.000 Euro, abzüglich 1.200 Euro Förderung, steigt der Eigenverbrauch auf etwa 60 %. Der jährliche Vorteil wächst auf rund 1.500 Euro, die Amortisation verlängert sich aber auf etwa 11 bis 12 Jahre. Der Speicher lohnt sich also vor allem, wenn Strompreise steigen, wenn Sie Notstrom wollen oder wenn die Einspeisevergütung weiter sinkt.
So läuft das PV-Projekt ab
1. Verbrauch und Dach prüfen
Nehmen Sie die letzte Jahresabrechnung zur Hand und notieren Sie den Verbrauch. Prüfen Sie Ausrichtung, Neigung und Schatten. Ist das Dach älter als 25 Jahre, lohnt sich oft eine Sanierung vor der Montage, denn die Module bleiben 25 bis 30 Jahre oben.
2. Angebote einholen
Holen Sie zwei bis drei Angebote ein, am besten nach einer Besichtigung vor Ort. Achten Sie darauf, dass der Betrieb eine Gewerbeberechtigung für Elektrotechnik hat oder mit einem solchen Betrieb zusammenarbeitet. Fragen Sie nach Referenzen aus Ihrer Umgebung.
3. Netzanfrage und Förderantrag
Der Fachbetrieb stellt die Netzanfrage beim zuständigen Netzbetreiber, etwa Netz Niederösterreich, Netz Oberösterreich, Energienetze Steiermark oder Wiener Netze. Nach der Zusage bekommen Sie einen Zählpunkt. Damit stellen Sie den Förderantrag im nächsten Fördercall, auf jeden Fall vor der Inbetriebnahme.
4. Behörden
PV-Anlagen auf Dächern sind in allen Bundesländern in der Regel bewilligungsfrei. Ausnahmen gibt es bei denkmalgeschützten Gebäuden, in Orts- und Stadtbildschutzzonen, bei freistehenden Anlagen und bei größeren Leistungen. Ihr Fachbetrieb oder das Bauamt der Gemeinde weiß, was bei Ihnen gilt.
5. Montage und Anschluss
Die Montage dauert bei einem Einfamilienhaus meist ein bis drei Tage. Danach schließt der Elektrotechnik-Betrieb die Anlage an, erstellt das Prüfprotokoll und meldet die Fertigstellung beim Netzbetreiber. Der Netzbetreiber stellt den Smart Meter auf Bezug und Einspeisung um.
6. Einspeisen und Förderung abrechnen
Für den Überschuss schließen Sie einen Vertrag mit einem Stromhändler, mit der OeMAG oder mit einer Energiegemeinschaft. Nach Fertigstellung reichen Sie die Endabrechnung bei der Förderstelle ein, danach wird der Zuschuss ausbezahlt.
Lebensdauer, Wartung und Versicherung
Eine PV-Anlage ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Wer die laufenden Kosten von Anfang an einplant, rechnet ehrlicher.
- Module: Hersteller geben meist 25 bis 30 Jahre Leistungsgarantie. Nach dieser Zeit liefern gute Module noch rund 80 bis 90 % ihrer ursprünglichen Leistung.
- Wechselrichter: Er ist das Bauteil, das am ehesten ausfällt. Rechnen Sie damit, ihn nach 10 bis 15 Jahren zu tauschen, das kostet je nach Größe etwa 1.500 bis 3.000 Euro.
- Speicher: Moderne Lithium-Eisenphosphat-Speicher sind für viele tausend Ladezyklen ausgelegt und halten meist 10 bis 15 Jahre. Achten Sie auf die garantierte Restkapazität nach zehn Jahren.
- Überprüfung: Eine Sichtkontrolle und eine elektrische Überprüfung alle paar Jahre, besonders nach Stürmen oder Hagel, verhindern böse Überraschungen. Viele Betriebe bieten dafür einen Wartungsvertrag an.
- Reinigung: In den meisten Lagen reinigt der Regen die Module ausreichend. Nur bei flach geneigten Modulen, viel Staub aus Landwirtschaft oder Vogelkot lohnt sich eine Reinigung durch einen Fachbetrieb.
- Überwachung: Fast alle Wechselrichter haben eine App, die den Ertrag anzeigt. Schauen Sie regelmäßig hinein: Ein plötzlicher Ertragseinbruch zeigt Fehler früh an.
Melden Sie die Anlage Ihrer Eigenheim- oder Gebäudeversicherung. Viele Versicherer schließen PV-Anlagen gegen eine geringe Mehrprämie ein, manche verlangen einen eigenen Baustein für Sturm, Hagel, Überspannung und Ertragsausfall. Für Gewerbe und größere Anlagen gibt es eigene PV-Versicherungen.
Einplanen sollten Sie über die Lebensdauer also rund 1 bis 1,5 % der Investitionssumme pro Jahr für Wartung, Versicherung und den späteren Tausch des Wechselrichters. In der Beispielrechnung oben verlängert das die Amortisation um etwa ein Jahr.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Förderantrag zu spät: Wer einschaltet, bevor der Antrag gestellt ist, verliert die Förderung.
- Nur den Endpreis vergleichen: Ein günstiges Angebot mit schwachen Modulen oder ohne Gerüst wird am Ende teurer.
- Zu klein planen: Eine spätere Erweiterung ist teurer als gleich die passende Größe.
- Dachzustand ignorieren: Eine Dachsanierung nach der PV-Montage kostet zusätzlich Ab- und Wiederaufbau der Module.
- Versicherung vergessen: Melden Sie die Anlage Ihrer Eigenheimversicherung, damit Sturm, Hagel und Überspannung gedeckt sind.
- Betrieb nicht prüfen: Kontrollieren Sie die Gewerbeberechtigung im GISA oder wählen Sie einen geprüften Betrieb.
Den passenden Fachbetrieb finden
Auf Handwerk24 prüfen wir die Gewerbeberechtigung und die Firmendaten jedes eingetragenen Betriebs. Geprüfte Betriebe tragen das Siegel „Geprüfter Betrieb“. Sie finden Photovoltaik-Betriebe in ganz Österreich und können direkt nach Ihrem Bundesland filtern, etwa Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark oder Wien. Für Zählerkasten, Wallbox oder E-Befund helfen Ihnen Elektriker in Ihrer Region, für die Dachsanierung vor der Montage Dachdecker.
Fazit
Eine PV-Anlage ist in Österreich nach wie vor eine der sinnvollsten Investitionen ins eigene Haus. Planen Sie die Größe nach Ihrem heutigen und künftigen Verbrauch, holen Sie mehrere vergleichbare Angebote ein und stellen Sie den Förderantrag rechtzeitig. Mit hohem Eigenverbrauch hat sich die Anlage nach rund zehn Jahren bezahlt gemacht und liefert danach noch viele Jahre fast kostenlosen Strom.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Förderbedingungen ändern sich häufig. Maßgeblich sind die aktuellen Unterlagen der Fördergeber.
Häufige Fragen
Was kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus in Österreich?
Eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet in Österreich meist 10.500 bis 18.000 Euro brutto für 8 bis 10 kWp ohne Speicher. Mit einem 10-kWh-Speicher liegen typische Angebote bei 22.000 bis 28.000 Euro. Pro kWp sind das rund 1.200 bis 1.800 Euro, große Anlagen sind je kWp günstiger.
Welche Förderung gibt es für Photovoltaik in Österreich?
Die wichtigste Förderung ist der Investitionszuschuss des Bundes nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Für Anlagen bis 10 kWp gab es 2026 150 Euro je kWp, für Speicher 150 Euro je kWh, beantragt in Fördercalls bei der EAG-Abwicklungsstelle. Zusätzlich fördern manche Bundesländer und Gemeinden bestimmte Anlagen.
Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?
Als Faustregel brauchen Sie etwa 1 kWp Leistung je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein Haushalt mit 4.000 kWh kommt mit 4 bis 6 kWp gut aus, wer eine Wärmepumpe oder ein E-Auto hat oder plant, sollte eher 8 bis 12 kWp einplanen, wenn das Dach es zulässt.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Ein Speicher lohnt sich vor allem, wenn Sie abends viel Strom brauchen und der Einspeisetarif niedrig ist. Er erhöht den Eigenverbrauch von etwa 30 % auf 60 bis 70 %, kostet aber mehrere tausend Euro. Rechnen Sie das Angebot mit und ohne Speicher durch.
Wann hat sich eine PV-Anlage bezahlt gemacht?
Eine PV-Anlage hat sich in Österreich meist nach 8 bis 12 Jahren bezahlt gemacht. Je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto schneller geht es, weil jede selbst genutzte Kilowattstunde den teuren Netzstrom ersetzt.
Muss ich für eine PV-Anlage Umsatzsteuer zahlen?
Ja, seit 1. April 2025 gilt für PV-Anlagen wieder der normale Umsatzsteuersatz von 20 %. Die befristete Befreiung für Anlagen bis 35 kWp ist ausgelaufen.
Wer darf eine PV-Anlage in Österreich montieren und anschließen?
Den elektrischen Anschluss an das Hausnetz darf nur ein Betrieb mit Gewerbeberechtigung für Elektrotechnik durchführen. Die Montage der Module am Dach kann auch ein Dachdecker oder Spengler übernehmen, der mit dem Elektrotechnik-Betrieb zusammenarbeitet.
Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur fertigen PV-Anlage?
Von der ersten Anfrage bis zum Einspeisen vergehen meist zwei bis vier Monate. Die Montage selbst dauert bei einem Einfamilienhaus oft nur ein bis drei Tage, länger dauern Netzanfrage, Förderantrag und Lieferzeiten.
Photovoltaik-Betriebe in Österreich
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Quellen
- WKO: EAG-Investitionszuschuss 2026 für Photovoltaik und Stromspeicher
- Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Zweiter EAG-Fördercall
- WKO: Streichung der Umsatzsteuerbefreiung auf PV-Anlagen
- Stadt Wien: Förderungen im Bereich Energie
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